17.08.2021 17:11 Uhr | von Albert Koops

Leonie Möller gewinnt auch in Essen

Die Siegesserie der jungen Nordhornerin geht weiter

Foto: Siegerin Leonie Möller, privat

Die Siegesserie der jungen Nordhornerin geht weiter: Nach dem Erfolg beim Damen-Ranglisten-Turnier des Deutschen Tennisbundes in Bocholt (die GN berichteten) konnte das 17-jährige Tennistalent des SV Vorwärts Nordhorn auch das Ranglistenturnier in Essen gewinnen.

 „Eigentlich hatte mein Turnierplan vorgesehen, dass ich ein Jugend-Weltranglistenturnier in Belgien spiele. Dies kollidierte aber aufgrund der Verlegung der Bundesligasaison in den August mit den Punktspielterminen meiner Mannschaft in Visbek. Da habe ich dann kurzerhand das Turnier in Essen dazwischen geschoben“, erläuterte die Nordhornerin ihren spontanen Auftritt beim Turnier der tennis.managment.net-Ranglistenserie.

 Beim Turnier in Essen war Möller aufgrund ihrer guten Position in der Deutschen Damenrangliste an Position 2 gesetzt. Nach einem Freilos in der ersten Runde traf sie bereits in der zweiten Runde auf die Nr. 361 der Deutschen Damenrangliste. Das Spiel gegen Ida Clement musste witterungsbedingt in der Halle ausgetragen werden. Hier konnte die Spielerin vom TK Bietigheim zwar durch gute Aufschläge überzeugen, musste aber letztendlich beim 2:6, 3:6 die Überlegenheit der Auswahlspielerin aus der Tennisregion Dollart-Ems-Vechte anerkennen. Im Halbfinale wartete mit Mareike Köhler die Nr. 4 der Setzliste auf Leonie Möller. Die erfahrene Dortmunderin, immerhin an Position 240 der Deutschen Damenrangliste geführt, hatte aber von Anfang an kein Rezept gegen die druckvollen Grundlinienschläge der Spielerin aus der Grafschaft Bentheim. Mit 6:1, 6:1 zog Möller ungefährdet in ihr nächstes Damen-Finale ein. In diesem Endspiel traf die Grafschafterin mit Leonie Schuknecht auf eine Lokalmatadorin vom Bundesligisten TC Bredeney. Schuknecht (DTB Nr. 145), die seit dem letzten Jahr professionell Collegetennis in den USA spielt, hatte sich als Top-gesetzte Spielerin ungefährdet in das Endspiel vorgespielt. Die Essenerin war dann auch gerade im ersten Satz die erwartet schwere Gegnerin. Ein ums andere Mal fanden ihre harten Aufschläge und druckvollen Vorhände  ihr Ziel im Feld von Möller, so dass der Satz mit 6:1 ungefährdet an die Spielerin aus Essen ging. „Da musste ich mir unbedingt etwas einfallen lassen“, beschreibt die Nordhornerin ihre Gemütslage nach dem Satzverlust. Und das tat Sie dann auch eindrucksvoll: Sie begegnete den harten Grundlinienschlägen von Schuknecht ihrerseits mit schnell abspringenden Topspin-Bällen und schaffte es so mehr und mehr ihre Gegnerin hinter die Grundlinie zu zwingen. Immer öfter konnte sie selber mit der starken Vorhand punkten und sicherte sich mit 6:3 den zweiten Satz. Der Match-Tiebreak musste die Entscheidung über den Turniersieg bringen. Hier hatte die Nordhornerin dann das Momentum auf Ihrer Seite und zog schnell auf 3:0 davon. Diesen Vorteil ließ sie sich im weiteren Spielverlauf nicht mehr nehmen. Mit 10:6 buchte Möller den Match-Tiebreak und damit  den Turniersieg in Essen für sich.  

  „Letztendlich war es richtig gut, dass ich nicht in Belgien gespielt habe. So habe ich in Essen den Turniersieg geholt und konnte alle Bundesligapartien mit meiner Visbeker Mannschaft bestreiten“, freute sich Möller. Auch Regionsvorsitzender Gerrit Geerds blickt zufrieden auf die Leistungen der Spielerin aus dem Regionskader „Leonie bestätigt mit ihren tollen Leistungen unser Förderkonzept und repräsentiert die Tennisregion Dollart-Ems-Vechte weit über ihre lokalen Grenzen hinaus.“

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