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Nordhorner Tennistalente auch in Kroatien nicht zu schlagen

Die Tennistalente aus der Grafschaft Bentheim holen beim Weltfinale der Champions Bowl-Turnierserie im kroatischen Umag insgesamt 4 Titel.

Die Tennistalente aus der Grafschaft Bentheim holen beim Weltfinale der Champions Bowl-Turnierserie im kroatischen Umag insgesamt 4 Titel.

Spielerinnen und Spieler aus der ganzen Welt waren vom 9. bis 16. September an die kroatische Adria-Küste gekommen, um den Champions Bowl Sieg in den Altersklassen U9 bis U16 zu erringen. Mit dabei waren die drei Nordhorner Spielerinnen Josy und Emma Daems (Altersklasse U12, TV Sparta 87 Nordhorn) und Leonie Möller (U14, SV Vorwärts Nordhorn).  Qualifiziert hatten sich die drei Ausnahmetalente aus der Tennisregion Dollart-Ems-Vechte durch ihre Erfolge beim Deutschland-Finale dieser weltweit ausgetragenen Turnierserie in Karlsruhe (die GN berichteten).

Das Superevent lockte deutlich mehr als 200 ambitionierte Tennistalente aus 25 Nationen nach Istrien, begleitet von vielen Eltern, Betreuern oder Trainern, so dass das Champions Bowl Team 500 Gäste bei der Eröffnungszeremonie am Montag, 10 auf der malerischen Anlage der Tennisakademie in Umag begrüßen konnte. Das deutsche Team als Vorjahressieger des gleichzeitig ausgetragenen Teamwettbewerbs durfte unter großem Applaus als erste Nation auf den Centercourt einlaufen. Es folgten viele Mannschaften aus Europäische Nationen bis hin zu Teams aus Australien, Mexiko, Nigeria und den USA . „Es war alles noch eine Nummer größer, als beim letzten Mal“, erinnert sich Josy Daems, die bereits im letzten Jahr das Weltfinale gewinnen konnte.

In der Folge starteten die Gruppenspiele. Ideale Wetterbedingungen – Sonnenschein, 28° Grad C. – spornte die Kids zu Höchstleistungen auf den bestens präparierten Sandplätzen der Tennisakademie Umag an. Die drei Nordhornerinnen bestätigten die gute Form der gesamten Sommersaison und starten allesamt perfekt in das Turnier. In ihren Gruppen setzten sie sich jeweils deutlich und verdient als Gruppensiegerinnen durch. „Es war von Beginn an äußerst interessant. Wir spielten gegen Gegnerinnen aus unterschiedlichen Ländern mit ganz eigenen Spielstilen. Letztendlich konnten wir aber auch hier unsere eigene Spielidee durchsetzen und erfolgreich sein“, freute sich Leonie Möller über den gelungenen Auftakt.

 Nach der Gruppenphase wurde im K.O.-System weitergespielt. In den Viertelfinal-Spielen hatte Emma Daems lediglich im ersten Satz leichte Probleme mit ihrer spanischen Konkurrentin Davne Andres, setzte sich letztendlich aber sicher mit 7:5 und 6:2 durch. Leonie Möller ließ ihrer polnischen Gegnerin Zuzanna Pacholartz beim 6:2, 6:0-Erfolg keine Chance. Die Vorschlussrunde hielt für die Nordhorner Spielerinnen neue Herausforderungen parat: Josy Daems bekam es mit Nela Charvatova aus der Tschechischen Republik zu tun, lies dieser aber mit druckvollem Grundlinienspiel beim 6:3, 6:1-Erfolg keine Chance. Emma Daems agierte bei ihrem 6:0 und 6:3 Sieg ähnlich souverän gegen Iva Rafailovic aus Montenegro und sicherte sich so das rein deutsche (nordhorner) Finale gegen ihre Zwillingsschwester Josy. Leonie Möller traf auf die starke Spanierin Alba Taules, die ihre Gruppe souverän gewinnen konnte. In den langen Grundlinienduellen hatte Möller im Spielverlauf aber immer häufiger das besser Ende für sich und zog als dritte Nordhornerin verdient in das Endspiel beim Champions Bowl Weltfinale ein. Die Endspiele am Samstag waren dann ein echtes Highlight. „Auf der gesamten Anlage herrschte eine tolle Stimmung. Schließlich ging es ja auch noch um die Nationenwertung. Gerade die Spanier haben jedes Spiel ihrer Teammitglieder geradezu frenetisch gefeiert. Da war es bei Josy und mir doch eher ruhig“, blickte Emma Daems zufrieden auf ihr Finalspiel gegen ihre Schwester zurück. Hier setzte sich Josy Daems letztendlich in zwei Sätzen durch. Das Vorwärts-Talent Leonie Möller lies sich in ihrem Finalspiel gegen die Spanierin Cristina Rodriguez nicht von der aufgeheizten Atmosphäre anstecken. Ein ums andere Mal brachte sie nach langen Ballwechsel ihre harten Vorhand-Topspinschläge ins Ziel und lies so beim 6:1, 6:1-Erfolg keine echte Stimmung im spanischen Lager aufkommen. Somit standen bereits nach den Einzelwettbewerben zwei Einzeltitel und eine Vizemeisterschaft auf der Nordhorner Habenseite beim Champions Bowl Weltfinale. „Das alleine war schon eine Superleistung unsere Kaderspielerinnen“, freute sich der Vorsitzende der Tennisregion Gerrit Geerds bereits vor den anstehenden Doppel-Endspielen. Und auch in diese hatten sich die Grafschafter Spielerinnen vorgespielt. Wie in den Einzeln spielten sich die jungen Nordhornerinnen quasi quer durch Europa. Die Daems-Geschwister gemeinsam in der U12-Konkurrenz, Leonie Möller hatte sich vor Ort mit Tabea Piper aus Heilbronn für die U14-Konkurrenz zusammengetan. Und auch hier standen am Ende der Reise zwei Titel. Daems/Daems besiegten im Finale das Duo Capraru/Charvatova (Rumänien/Tschechien) mit 6:1,6:3, Möller/Piper setzten ich gegen Ferrero/Kancheva (Italien/Bulgarien) mit 6:3 und 6:1 durch. „Wir haben mit unseren Erfolgen das bestmögliche für die Teamwertung getan. Leider ging der Team-Titel aber letztendlich doch an die Spanier. Insgesamt sind sie mit einer wirklich starken Mannschaft angereist“, lobten die jungen Nordhornerinnen die Team-Leistungen ihrer Konkurrenten. „Überwältigend war für uns die konkrete Unterstützung aus den Heimatvereinen TV Sparta und SV Vorwärts sowie der Tennisregion Dollart-Ems-Vechte. Ohne diese „helfenden Hände“ wären solch aufwändige Reisen für uns nur schwer machbar. Es war einfach toll, wie alle Daheimgebliebenen mitgefiebert und uns unterstützt haben. Für uns war dieses internationale Turnier in Kroatien ein wirklich großartiges Erlebnis“, zeigten sich die drei jungen Tennistalente dankbar für die heimische Unterstützung.